Die Paralyse der Kritik: eine Gesellschaft ohne Opposition

Mit dieser Überschrift beginnt Herbert Marcuse seine Vorrede zu „Der eindimensionale Mensch“ (1964).

Klingt nach 54 Jahren aktueller denn je. Vor allem, weil seine Adepten inzwischen den eindimensionalen Zeitgenossen zu ihrem Ideal erkoren haben: konsumieren, nicht denken und den Meinungsterror der Genossen klaglos hinnehmen.

»Das eindimensionale Denken wird von den Technikern der Politik und ihren Lieferanten von Masseninformationen systematisch gefördert. Ihr sprachliches Universum ist voller Hypothesen, die sich selbst bestätigen und die, unaufhörlich und monopolistisch wiederholt, zu hypnotischen Definitionen oder Diktaten werden. […] Die Denkbewegung wird vor Schranken angehalten, die als die Grenzen der Vernunft selbst erscheinen.

Genau: Wir sollen überhaupt nicht mehr denken, wir sollen das Denken (u.v.a. das Handeln) den 68ern und ihren Erben überlassen und gefälligst das Maul halten. Denn sie wissen nicht, was sie tun. – Oder anders: Wissen die vielleicht genau was sie tun? Zerstörung der Gesellschaft durch Förderung von Randgruppen war ja ein früher Ansatz.

DUTSCHKE: Ich gehe davon aus, daß die Schaffung eines solchen [revolutionären] Milieus erst als Resultat der REVOLUTIONIERUNG VON RANDSCHICHTEN gelingen und nicht strategischer Ausgangspunkt der Transformierung sein kann. (Gespräch über die Zukunft; Kursbuch 14 (August 1968))

Damals dachte noch niemand an die friedliebenden Muslime, aber als die massenhaft kamen, kamen sie hochwillkommen für die Matadore der Systemüberwindung.

Ach, Scheiß drauf. Hören wir mal ein wenig bekanntes völlig unpolitisches Lied aus jener Zeit:

 

 

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Ernst Jünger übers mediokre Politpersonal

Was Ernst Jünger 1951 im „Waldgang“ schrieb (S. 22f), bleibt unverändert gültig:

„Zur Eigenart unserer Zeit gehört die Verknüpfung bedeutender Auftritte mit unbedeutenden Darstellern. Das wird vor allem an ihren großen Männern [heute auch Frauen] sichtbar; […] .
Das Ärgerliche an diesem Schauspiel ist die Verbindung von so geringer Höhe mit ungeheurer funktionaler Macht. Das sind die Männer [und Frauen], vor denen Millionen zittern, von deren Entschlüssen Millionen abhängen. Und doch sind es dieselben, von denen man zugeben muß, daß der Zeitgeist sie mit unfehlbarem Griff auswählte, wenn man ihn unter einem seiner möglichen Aspekte, nämlich dem eines gewaltigen Abbruchunternehmers, betrachten will. All diese Enteignungen, Abwertungen, Gleichschaltungen, Liquidationen, Rationalisierungen, Sozialisierungen, Elektrifizierungen, Flurbereinigungen, Aufteilungen und Pulverisierungen setzen weder Bildung noch Charakter voraus, die beide den Automatismus eher schädigen. Wo daher in der Werkstättenlandschaft auf die Macht geboten wird, erhält derjenige den Zuschlag, in dem sich das Bedeutungslose durch starken Willen überhöht.“

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Realitätsverweigerung

„Wer offenkundige Wahrheiten verwirft, empört uns so lange, bis wir entdecken, daß er erzdumm ist“ (Nicolás Gómez Dávila, „Auf verlorenem Posten“)

„Der Linke zahlt nur mit vorausdatierten Schecks.“ (Nicolás Gómez Dávila)

Das einundzwanzigste Jahrhundert wird ein Jahrhundert des Eisens und der Stürme sein. Es wird nicht jenen harmonischen Zukünften ähneln, wie sie bis in die 1970er vorhergesagt wurden. Es wird nicht das von Marshall MacLuhan 1966 prophezeite globale Dorf sein, oder Bill Gates’ planetarisches Netzwerk, oder Francis Fukuyamas Ende der Geschichte: eine liberale globale Zivilisation, die von einem universalen Staat dirigiert wird. Es wird ein Jahrhundert konkurrierender Völker und ethnischer Identitäten sein. Und paradoxerweise werden die siegreichen Völker jene sein, die den Werten und Wirklichkeiten ihrer Vorfahren treu bleiben oder zu ihnen zurückkehren – welche biologisch, kulturell, ethisch, sozial und spirituell sind – und die gleichzeitig die Techno-Wissenschaft meistern werden. Das einundzwanzigste Jahrhundert wird dasjenige sein, in dem die europäische Zivilisation, prometheisch und tragisch, aber äußerst zerbrechlich, eine Metamorphose durchmachen oder in ihr unabänderliches Zwielicht eingehen wird.“ (Fjordman: Vorbereitung auf Ragnarök)

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DOWNLOAD | Schachtschneider: Islamische Religionsausübung in Deutschland

Prof. Karl Albrecht Schachtschneider hat eine Kurzfassung seiner Studie „Grenzen der Religionsfreiheit am Beispiel des Islam“ (2. Aufl. 2011) unter dem Titel Islamische Religionsausübung in Deutschland zur freien Verbreitung bereitgestellt.

INHALT:

Religionsfreiheit kein Grundrecht der Politik                     S. 1

Vorrang des Politischen vor dem Religiösen                    S. 3

Das Politische als Prinzip der allgemeinen Freiheit                S. 5

Säkularität der Politik von Religionen                        S. 6

Neutralität und Toleranz                                S. 8

Erkenntnis des Rechts                                S. 9

Islamisierung Deutschlands gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung    S. 10

Durchsetzung des Islam in Deutschland                    S. 13

 

Dieser wichtige Text kann von der Website der „Bürgerbewegung Pax Europa“ heruntergeladen werden.

 

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Rezension | Akif Pirinçci: Umvolkung

Das Buch ist der Hammer! Man muß ihn nicht mögen, den Akif Pirincci. Aber was der vor 47 Jahren als 10-Jähriger nach Deutschland gekommene Sohn türkischer Gastarbeiter in seinem neuen Buch „Umvolkung – Wie die Deutschen still und leise ausgetauscht werden“ von sich gibt, ist schlicht – der Hammer. Eins vorweg: Die Pirincci-typische Fäkalsprache sucht man in diesem Buch (fast) vergebens. Manchmal geradezu elegant ätzend und häufig mit dem verbalen Baseballschläger argumentierend, liest der in der Eifel aufgewachsene Deutschlandliebhaber den Dienern des „Großen Austauschs“ – und den „Deutschtrotteln“, die das alles mit sich machen lassen – mit einer Verve die Leviten, dass ihnen allen Hören und Sehen vergehen müßte. Da sitzt jeder Schlag punktgenau. Und zwar so, wie man das von „autochton“-deutschen Autoren schon lange nicht mehr kennt. Ja, wenige beherrschen die deutsche Sprache im Holzschnittmodus so virtuos, wie dieser als Türke geborene Deutsche, der vor Verzweiflung darüber heulen könnte, wie seine Heimat von „grünversifften“ Ideologen ruiniert wird. Dieses erschreckende Buch ist sein zynisch-zorniger Aufschrei.

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Aber Pirincci kann nicht nur austeilen, sondern auch rechnen. Und so rechnet er ziemlich überzeugend vor, warum die Flutung des Landes über kurz oder lang das Ende der deutschen Mittelschicht bedeuten wird. – Und als Kenner der muslimischen Mentalität hilft er uns erkennen, warum das Merkelsche Verbrechen auch das Ende von Recht und Ordnung in diesem, einst unserem Lande bedeuten wird, falls nicht doch noch ein Wunder geschieht und jemand das Ruder herumreißt, um das sinkende Schiff Deutschland mit aller Härte aus dem Orkan zu steuern. Das wäre die einzige Option, die noch bleibt:
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»Egal, was irgendwelche EU-Heinis, insbesondere unsere hochintelligente Kanzlerin sich … noch einfallen lassen mögen, es wird alles für die Katz sein, wenn man nicht die einzige und alternativlose Lösung in Betracht zieht: Grenzen dicht und sie mit Waffengewalt verteidigen.«
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„Umvolkung“ fängt übrigens mit dem Thema Heimat, besser: neue, erworbene Heimat an, für die – in einer fiktiven Geschichte – Zuwanderersöhne aus Dankbarkeit für die gebotenen Chancen in den Krieg ziehen. – Und das Buch endet mit einer wahren Geschichte, die wenig Raum für die Hoffnung lässt, dass die Ideologen und Illusionisten, die uns das alles eingebrockt haben, noch zur Vernunft kommen könnten, bevor alles endgültig zu spät ist.
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Einen ersten Einstieg bietet das Pirincci-Interview mit der Sezession vom 6. April 2016.
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Maßnahmen gegen den islamischen Terror

In seinem Blogbeitrag „Brüssel – was tun?“ empfiehlt Nicolaus Fest drei vordringliche Maßnahmen:

Wer die Anschläge als Kriegserklärung versteht, müsste drei Dinge angehen. Erstens die Einschränkung der Rechtsschutzgarantien. Rechtsstaatlichkeit ist immer Verfahrenssicherheit, mit anderen Worten: Nicht Gerechtigkeit als solche wird garantiert, sondern lediglich die Wahrscheinlichkeit, dass auf dem Weg über gegebenenfalls mehrere Instanzen am Ende ein gerechtes Urteil steht. Im ‚Verteidigungsfall’ des Grundgesetzes lassen sich solche Rechtsschutzgarantien einschränken. Diese Möglichkeit sollte, da man sich im Krieg befindet, ausdrücklich in Betracht gezogen werden. Konkret heißt das vor allem: Radikale Einschränkung der Verteidigungsmöglichkeiten gegenüber Abschiebungen, Aussetzung des Asylrechts, erleichterte Überwachung, harte Residenzpflichten, Ausgangssperren für potentielle Gefährder.

Zweitens: Druck auf das Sympathisantenmilieu durch harte Maßnahmen gegenüber Angehörigen im näheren oder weiteren Sinn. So zerstören die Israelis regelmäßig die Häuser der Familien von Attentätern. Denkbar wäre hier die Schließung von Moscheen und Vereinslokalen, hohe finanzielle Entschädigungszahlen der muslimischen Gemeinden im Falle von Anschlägen, Zerschlagung von Clanverbänden und radikaler Gruppen durch Zuweisung weit voneinander entfernter Wohnsitze. Ob man Kinder und Jugendliche von Terroristen und Haßpredigern in deren Obhut lassen sollte, wäre zu diskutieren. Deutlich werden müsste: Jeder Anschlag hat extrem nachteilige Folgen für die gesamte muslimische Community. Das würde endlich die überfällige innermuslimische Diskussion in Gang setzen und die bisher weitgehend untätigen Muslimverbände unter Zugzwang setzen.

Dritte Maßnahme: Ausschalten terroristischer Zellen durch Spezialkräfte oder den militärischen Abwehrdienst. Auch die Deutschen werden asymmetrische Kriegsführung lernen und sich zu den Guerillaoperationen bekennen müssen, die Amerikaner, Briten oder Israelis schon lange führen. Das umfasst auch die straf- und gerichtsfreie Tötung tatsächlicher oder potentieller Terroristen, und möglicherweise – wie zuweilen bei der Exekution per Drohne – auch unschuldiger Passanten. Diese Tötungen sind der Preis des eigenen Überlebens. Das ist, daran führt kein Weg vorbei, die Suspendierung des Rechtsstaats, und damit ein Paradox: Um den Rechtsstaat im Verteidigungsfall zu schützen, muss man ihn teilweise aufgeben. Das ist genau das, was hinter der sperrigen Vokabel des ‚Verteidigungsfalls’ wirklich steht.

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„Merkel und der islamische Terrorismus“

Es gilt, einen die angebliche Intelligenz unserer furchtbaren Kanzlerin demontierenden Artikel von Carl Lang auf  „Tichys Einblick“ anzuzeigen: „Merkel und der islamische Terrorismus„. Über eine Rechtfertigung ihrer Schleusenöffnung heißt es dort z.B.:

Frei aus Merkels Nebelwerfer‐Deutsch übersetzt: Wir sind zu einer Politik der muslimischen Massenzuwanderung verpflichtet, weil die Integration der Muslime in die westliche Gesellschaft bislang so schlecht funktioniert hat, dass sich viele hier aufgewachsene muslimische Männer dem IS angeschlossen haben und nun mit großem religiösen Eifer die arabischen Herkunftsländer (und nun auch Europa selbst) terrorisieren. Wir reagieren aEso auf katastrophale Spätfolgen unserer Zuwanderung durch mehr Zuwanderung. Klingt logisch, oder?

Carl Lang war einer der Autoren in dem 2008 herausgegebnen Sammelband „Gegen die feige Neutralität – Beiträge zur Islamkritik„, auf den unter o.g. Artikel hingewiesen wird.
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Doppelmoral der Tugendwächter

Schon seit langem kann der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad nur unter Polizeischutz in diesem Land auftreten; ähnlichen Bedrohungen ist der halbwegs moderate Islam-Wissenschaftler Mouhanad Khorchide ausgesetzt. Sie beide werden vor allem von den Muslim-Verbänden angegriffen, die das geistige Klima schaffen, in denen solche Bedrohungen erst möglich werden. Aber niemand empfindet das als Skandal. Kein Linker setzt sich für die Meinungsfreiheit von Khorchide oder Abdel-Samad ein, kein Politiker fordert Schritte gegen den Zentralrat der Muslime oder gegen DITIB, den deutschen Ableger der türkischen Religionsbehörde. Die ‚Verteidigung westlicher Werte’ läuft meistens darauf hinaus, sich tot zu stellen.

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Wenn nach Navid Kermani das wahre Wesen des Islam in seiner poetischen Spiritualität liegt, dürfte das des Nationalsozialismus’ in Fackelmärschen, Lichter-Domen und der Massenästhetik Leni Riefenstahls zu finden sein.

Nicolaus Fest

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Raspail: Heerlager | Vorwort Martin Lichtmesz | Exzerpt

s. Jean Raspail: Das Heerlager der Heiligen

5 | Entstehung 1971/72 an der Côte d’Azur. Einzelheiten s. »Big Other« –
5f | Das Buch liest sich heute verblüffender, hellsichtiger und erschreckender als je zuvor. Der Chor der humanitären Stimmen, der wie im Roman diese Entwicklung verklärt und verzuckert, wird wohl in wenigen Jahren in einen anschwellenden Bocksgesang übergehen. Dem Ansturm steht ein demographisch schrumpfender Kontinent gegenüber, der, wie Raspail betont, seine „Seele“ verloren hat: seinen Selbsterhaltungswillen, seine Selbstachtung und vor allem seinen Glauben – sei es an Gott, sei es an sich selbst. Diese Dynamik mündet in einen „großen Austausch“ (Renaud Camus) der europäischen Stammvölker.

7 | Eine von Raspails Bezugsquellen ist das berüchtigte Vorwort von Jean-Paul Sartre zu Frantz Fanons antikolonialistischer Bibel Die Verdammten dieser Erde (1961). Sartre pries darin die weltrevolutionäre Fusion von Rassen-und Klassenkampf, wie sie schon von Spengler prophezeit worden war, und zeichnete die farbigen Massen als „Zombies“, die gleichsam von den Toten auferstehen und den Spieß der Geschichte umkehren: „Jetzt seid ihr an der Reihe; in jenem Dunkel, aus dem eine andere Morgenröte hervorgehen wird, seid ihr jetzt die Zombies.“ Weiterlesen

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„Sind wir wahnsinnig, weil wir nicht wahnsinnig geworden sind?“

„Sind wir wahnsinnig, weil wir nicht wahnsinnig geworden sind?“ fragt der moderne Dichter und sieht den jeder Wertbindung verlustig gegangenen Menschen ohne Eigenschaften „einem irren Kinde gleich“ durch das Dämmerlicht einer gespenstischen Welt tasten, „am Faden irgendeiner kurzatmigen Logik durch eine Traumlandschaft, die er Wirklichkeit nennt und die ihm doch nur Alpdruck ist.“

Hermann Broch: Die Schlafwandler S. 419

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Wohin führt unser Mitleid?

Wir werden herausgefordert, uns Heerscharen von Vertriebenen und heimatlos Gewordenen gegenüber mitleidvoll und hilfsbereit zu verhalten, wir sind per Gesetz zur Güte verpflichtet. Um dieses Gebot bis in die Seele der Menschen (nicht nur der Wähler und Wählerinnen) zu versenken, bedürfte es nachgerade einer Rechristianisierung unseres modernen egoistischen Heidentums. Da die Geschichte nicht aufgehört hat, ihre tragischen Dispositionen zu treffen, kann niemand voraussehen, ob unsere Gewaltlosigkeit den Krieg nicht bloß auf unsere Kinder verschleppt.

Botho Strauss: Anschwellender Bocksgesang (SPIEGEL 8.2.1993)

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Merkel & Co. – Erfüllungsgehilfen von Raspails apokalyptischem Tier?

In seinem visionären Roman „Das Heerlager der Heiligen“ schreibt Jean Raspail von einem apokalyptischen Tier, das sich geschworen hat, das Abendland zu zerstören:

Es kommt selten vor, daß angeblich spontane Massenbewegungen nicht mehr oder weniger manipuliert sind. Man könnte sich vorstellen, daß eine Art allmächtiger Dirigent, ein oberster Strippenzieher in allen Ländern der Welt an tausend Fäden zieht und dabei von genialen Solisten unterstützt wird. Aber das wäre völlig falsch gedacht. Unter gewissen hochintelligenten Menschen, mögen sie guten oder schlechten Willens sein, gibt es einige, die ohne äußeren Anstoß spontane und riskante Entscheidungen treffen. In einer Welt, in der das geistige Chaos herrscht, ist das ihrer Art, den Zweifel zu überwinden und sich mit einem Sprung den Grundbeschränkungen des Menschseins zu entziehen, deren jahrhundertealtes Gleichgewicht sie ablehnen. Ohne zu bedenken, was sie auf der anderen Seite erwartet, ergreifen sie die Flucht nach vorne und brechen auf ihrem Weg alle Brücken hinter sich ab, vor allem jene des Denkens. Dann ziehen sie nur mehr an Fäden, die mit ihrem eigenen Gehirn verbunden sind.

Genau hier muss man den Schlüssel zum Geheimnis unserer Zeit suchen. Alle diese Fäden laufen irgendwo zusammen und bewirken den gleichen Gedankenablauf, ganz ohne eine bewusste Verschwörung. Die Welt wird nicht von einem Dirigent gesteuert, den man genau identifizieren könnte, sondern ist einem neuen apokalyptischen Tier unterworfen, einem anonymen, allgegenwärtigen Ungeheuer, dass sich irgendwann, vor langer Zeit, geschworen hat, das Abendland zu zerstören. Das Tier hat keinen genauen Plan. Es hat jedoch eine untrügliche Witterung für günstige Gelegenheit.“  […]
Nichts und niemand kann das Tier aufhalten. Jeder weiß das. Dieses Bewusstsein erzeugt bei den Eingeweihten eine triumphale Siegesgewissheit, während die, welche sich immer noch wehren, nur allzu gut wissen, wie nutzlos ihr Kampf ist.

 

 

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