Tilman Nagel: Deutliche Worte zur Scharia

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. In der von Vielen bereits aufgegebenen ehemals konservativen Frankfurter Allgemeinen erklärt der Islamforscher  Tilman Nagel von der Universität Göttingen einmal ohne islamophobe Scheu das abstoßende Wesen der Scharia, das ekelerregende Frauenbild des Islam und wie dies alles sehr wohl mit Mohammed und dem Koran zusammenhängt. Ein Artikel den man unbedingt archivieren und bei passender Gelegenheit zur Hand haben sollte!

Tilman Nagel in der FAZ:

Zu den abstoßendsten Zügen der Scharia, des religiös fundierten Rechtssystems des Islams, gehören die sogenannten koranischen Strafen, darunter die Steinigung zur Ahndung von Unzucht. Mohammed und seine Anhänger waren von der Vorstellung besessen, Allah strebe eine Gesellschaft an, deren Glieder ihre Identität aus ihrer patrilinearen Abstammung herleiten (Sure 49, 13). Um dies zu gewährleisten, verkündete Mohammed in Medina neue Ehebestimmungen, die die Frau gänzlich der Bestimmung durch den Mann unterwerfen.

Hierzu zählt unter anderen die Wartefrist, die verstreichen muss, bevor eine verstoßene oder verwitwete Frau wieder verheiratet werden darf; die genealogische Zuordnung eines sich möglicherweise in ihrem Leib entwickelnden Kindes muss eindeutig sein. Die Unterwerfung der Frau, vor allem in Sure 4 geregelt, ist für die von Mohammed ins Leben gerufene Religion so wichtig, dass er nach islamischer Überlieferung in der Predigt, die er während seiner letzten Wallfahrt gehalten hat, feststellt: „Die (Ehe-)Frauen haben einen Anspruch gegen euch (Ehemänner), und ihr habt einen Anspruch gegen sie. Denn es obliegt ihnen, niemandem zu erlauben, sich in euer Bett zu legen, und niemandem, den ihr verabscheut, Zutritt zu eurem Haus zu gewähren, es sei denn mit eurer Erlaubnis. Handeln sie dem zuwider, so gilt, dass Allah euch gestattet hat, sie im Bett zu meiden und sie zu schlagen, allerdings, ohne sie grausam zu quälen (vgl. Sure 4, 34). Wenn sie dann ihr Fehlverhalten aufgeben und euch gehorchen, dann stehen ihnen Kleidung und Nahrung zu, wie es recht und billig ist. Die Frauen sind bei euch wie Kriegsgefangene, die über nichts aus eigener Macht verfügen. Ihr aber habt sie von Allah zu treuen Händen erhalten; dank seinem Wort gebietet ihr über ihre Scheide. Darum seid gottesfürchtig im Umgang mit den Frauen und nehmt euch ihrer im Guten an!“

Was in Sure 4 und in der wohl jedem Muslim geläufigen Predigt Mohammeds ausgesagt wird, schlägt sich im System der Scharia als eines der fünf Fundamentalgüter des Daseins nieder, deren Missachtung Allah mit strengen Strafen bedroht: die genealogisch eindeutige Nachkommenschaft. Die übrigen vier sind die richtige Religion, also der Islam, das Leben, das Eigentum und der Verstand – er darf beim Vollzug der Riten nicht getrübt sein, weswegen der Genuss berauschender Getränke verboten ist. Die Verletzung einer dieser fünf Grundlagen des Gemeinwesens, das nach islamischem Glauben von Allah selbst durch die von ihm angeleitete Tätigkeit seines Propheten gegründet wurde, tastet mithin die Autorität Allahs an. Deswegen verfügte Allah im Koran – nach muslimischer Überzeugung Allahs unmittelbares Wort – Strafen, die die islamische Gerichtsbarkeit verhängen muss, sobald jemandem ein entsprechendes Delikt nachgewiesen wurde. Der Richter hat in einem solchen Fall keinen Spielraum für eigene Entscheidungen.

Unter das Fundamentalgut der einwandfreien Abstammung rechnet die Schariawissenschaft auch die Ehre, verstanden als die Reputation der jeweiligen Sippe, nicht des Einzelnen. Deshalb ist es, wie die jüngst in Kuweit erschienene Enzyklopädie des Schariarechts hervorhebt, eine religiöse Pflicht, die sexuelle Integrität der Ehefrau und anderer weiblicher Sippenmitglieder zu verteidigen. Die bisweilen in Deutschland geäußerte Behauptung, „Ehrenmorde“ hätten mit dem islamischen Glauben nichts zu tun, ist unzutreffend; sie dient der Propagierung der These, die Scharia sei mit an den Menschenrechten orientierten Rechtssystemen vereinbar.

Laut Sure 24, Vers 2 besteht die von Allah vorgesehene Ahndung der Unzucht in hundert Peitschenhieben; „und da es um Allahs Glaubensordnung geht, darf euch kein Erbarmen mit den beiden erfassen, wofern ihr an Allah und den Jüngsten Tag glaubt. Bei der Bestrafung beider soll eine Anzahl von Gläubigen zugegen sein.“

Die Steinigung der der Unzucht Überführten ist die einzige koranische Strafe, die nicht im Koran steht. Die Schariawissenschaft ringt seit alters her mit dieser Unregelmäßigkeit in ihrem System. Aus Sure 4, Vers 15 ließ sich nur herleiten, dass man Frauen, deren Fehlverhalten von vier Männern bezeugt werde, im Hause einsperren solle, bis sie sterben oder Allah eine andere Lösung aufzeigt. Es kam die alberne Ansicht auf, es habe im Koran sehr wohl einen Steinigungsvers gegeben; das Schriftstück habe man unter Aischas Bett verwahrt, und als man es nach Mohammeds Tod habe hervorholen wollen, sei es bedauerlicherweise zernagt gewesen, und darum sei dieser Vers nicht in den heute gebräuchlichen Koran gelangt. Jedenfalls muss man sich zur Rechtfertigung der Steinigung mit Hadithen begnügen. So soll Mohammed unter Bezugnahme auf Sure 4, Vers 15 in beschwörendem Ton gesagt haben: „Haltet euch an mich, an mich! Allah hat eine Lösung aufgezeigt: Treiben zwei Unverheiratete miteinander Unzucht, dann hundert Peitschenhiebe und ein Jahr Verbannung! Tun es zwei Eheerfahrene, dann hundert Peitschenhiebe und die Steinigung!“

Der wichtigste Text, aus dem die sunnitische Schariawissenschaft die Steinigung ableitet, wird auf den zweiten Kalifen Omar (634 bis 644) zurückgeführt: Allah sandte seinem Propheten den Koran herab, in dem sich auch der Steinigungsvers befand; „Wir (nämlich die Prophetengenossen) rezitierten ihn, begriffen ihn, bewahrten ihn im Gedächtnis, und wir steinigten (nach der Herabsendung des Verses); ich fürchte, nach längerer Zeit könnte jemand sagen: ,Bei Allah, wir finden den Steinigungsvers nicht im Buch Allahs!‘ und dann könnte man vom wahren Glauben abirren, indem man eine von Allah offenbarte Pflicht unterlässt. Die Steinigung ist gemäß dem Koran über Männer und Frauen zu verhängen, die Unzucht verübten, obwohl sie in festen Eheverhältnissen lebten, und zwar sofern die Tat nachgewiesen wurde oder eine Schwangerschaft oder ein Geständnis vorliegt.“

Die Schariawissenschaft hat eine Reihe von Bedingungen entwickelt, die erfüllt sein müssen, ehe die Steinigung verhängt werden kann. So müssen vier Männer die Tat in ein und derselben Verhandlung bezeugen. Auch versucht man festzulegen, was genau diese vier beobachtet haben müssen. Da eine nicht regelgerecht bezeugte Unzucht für die jeweiligen Zeugen die koranische Strafe der Verleumdung, achtzig Peitschenhiebe (Sure 24, 4), nach sich zieht, ist in der Rechtswirklichkeit der Druck sehr groß, bei einmal leichtfertig erhobenen Anschuldigungen zu bleiben und sie entsprechend zu „präzisieren“.

Umstritten ist, ob vergewaltigte Frauen gesteinigt werden müssen. Nach einer Überlieferung war dies zu Lebzeiten Mohammeds nicht der Fall. Da die Steinigung die Autorität Allahs schützt, werden nach hanafitischem Recht Täter, die außerhalb des islamischen Herrschaftsbereichs Unzucht verübten und dann in das Gebiet des Islams überwechseln, nicht zur Rechenschaft gezogen. Im islamischen Gemeinwesen hingegen ist die Steinigung eine öffentliche Angelegenheit. Für den Vollzug gibt es detaillierte Vorschriften. Die Steine dürfen nicht zu schwer sein, weil dann die Bestrafung nur von kurzer Dauer wäre, sie dürfen nicht zu klein sein, weil dann der Tod allzu lange hinausgezögert würde. Gedanken machen sich die Schariagelehrten auch darüber, wie die Werfer sich aufzustellen haben und ob ein Opfer, dem es zu entkommen gelingt, von weiterer Strafverfolgung frei sei.

Nach den Regeln ihrer Zunft handeln selbst noch die Autoren der kuweitischen Enzyklopädie (erschienen in den Jahren 1993 bis 2007) diesen Stoff ab. Dass dieses ganze theozentrische Gedankengebäude mit der heutigen Auffassung von der unveräußerlichen Würde des einzelnen Menschen nicht im entferntesten zu vereinbaren ist, kommt ihnen keinen Augenblick in den Sinn. Selbst wenn man die Strafe der Steinigung abmildern würde, so bliebe nach wie vor ein mit den westlichen Rechtsvorstellungen der Gegenwart völlig unvereinbares Rechtssystem. Das sollten sich alle politisch Verantwortlichen vor Augen halten, die – hoffentlich in Unkenntnis dieses Systems – für eine Mitberücksichtigung der Scharia in der westlichen Rechtspflege eintreten.


Ein Beitrag vom Autorenteam QUOTENQUEEN

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Eine Antwort zu Tilman Nagel: Deutliche Worte zur Scharia

  1. Dieter Schimmelpfennig schreibt:

    Ich bin dankbar für den hier zitierten Beitrag von Tilman Nagel in der FAZ. Dennoch, diese Information allein genügt nicht. Immer mehr dringt langsam durch aber unser Volk scheint in einen teifen Schlaf, eine Art Hypnose verfallen zu sein. Wodurch mag das bloß kommen? ABER: Wenn ich als Opa, meinen Enkeln und Urenkeln die Möglichkeit für ein gutes und gesichertes Leben im demokratischen Deutschland hinterlassen will, dann muß der Islam konsequent als Seuche erkannt, behandelt und unwirksam gemacht werden. Man nehme sich ein Beispiel an EHEC. Und hier geht es vergleichsweise um sehr wenige Ablebende, bedenkt man was uns bevorsteht, wenn der Islam in Europa weiter auf dem Vormarsch bleibt. Bitte, prüfen wir uns selbst, wer von uns würde gerne mit seiner Familie mitten in berlin Neuköln leben und nacts alleine zur nachtschicht gehen wollen? Wird es deutlich, wovon hier die rede ist? Ich möchte betonen: Der Islam als Ideologie ist unser Feind, den hassen wir, der bedeutet unseren Tod! Das muß ganz ohne Mißverständnisse klar sein unter unserer Bevölkerung! Nicht die Muslime, diejenigen Mitbürger von ihnen, die sich in unserem Land und damit in unser System integriert haben, willkommen! Wie sagt es uns Geert Wilders aus Holland – sinngemäß-? „Wir lieben unsere Mitmenschen, die Muslime, aber was wir verabscheuen, ist der Islam. Dieser ist diametral unserer Kultur entgegen gesetzt und nichts anderes als eine faschistische Ideologie.“ Ist das so schwer zu verstehen, was Geert Wilders so erfolgreich macht? Er sagt die Wahrheit. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Maß ist voll. In unserem Lande wird gelogen, getäuscht, verschwiegen, bestochen, geduckmäusert, das Falsche für das Richtige sowie das Richtige für das Falsche erklärt. Wir sind inzwischen so weit von der Wahrheit entfernt, wie der Osten vom Westen. Wir, unser Land, unser Volk und unsere Regierung haben jetzt aber noch die Chance und die Möglichkeiten, das zu beherzigen und umzusetzen, was Thilo Sarrazin uns in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ aufgeschrieben hat. Er ist für mich persönlich wie der Wächter auf der Stadtmauer, der die Posaune bläst: Achtung! GEFAHR! Aber was tun wir? Sind wir, ich meine speziell die Christenheit in Deutschland, am Schlafen?! Anstatt sachlich die Thesen von Thilo gemeinsam in unserer Gesellschaft abzuarbeiten, wird er diskriminiert, ja, sogar verhöhnt und die deutsche Regierung führt unser Land, unser Volk immer weiter voran in den Abgrund, das Ende Deutschlands, das Ende der Demokratie. Zu Gunsten einer Diktatur Europa? Unter islamischer Vorherrschaft? Ein Bild des Grauens tut sich vor uns auf. Dies gilt es zu verhindern. Deshalb rufe ich unser Land, unser Volk, unsere Regierung auf: Ran an den runden Tisch, zusammen mit Thilo und den vielen anderen getreuen Verfechtern unserer christlich-abendländisch-jüdischen Kultur. Jetzt wird Klartext gesprochen. Die Themen müssen im Komplex abgearbeitet werden. UND: Vergeßt nicht, DEN, der selbst die Wahrheit ist, dem wir allen Fortschritt, Ordnung und Wohlstand zu verdanken haben, an dem kein Falsch zu finden ist: Gott, das ist die Dreieinigkeit Vater, Sohn und heiliger Geist. Er muß auf Platz eins aller unserer schwachen Bemühungen sein, wenn wir wollen, daß uns das Werk auch in der Zukunft wieder gelingt und unser Land, unser Volk, geheilt und gerettet wird. Wir Menschen sind immer in Gefahr, daß wir keinen Gott über uns akzeptieren. Das wäre der Untergang, bedenken wir das stets und ständig. Dies sagt Euch Dieter Schimmelpfennig,56, aus Gützkow. Wünsche noch einen guten Tag.

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