Unterschiede zwischen Christentum und Islam aus theologischer Sicht

Der heutige Tiefststand der geistigen Freiheit in unserem Lande führt zu so absurden Situationen wie dieser, daß mich ein evangelischer Pfarrer bittet, seinen Text über die geistige Auseinandersetzung mit dem Islam zu publizieren, ohne daß seine Identität bekannt wird. Dem komme ich natürlich gerne nach.

Der Text ist insofern von Bedeutung, als er zeigt, daß aus den reinen Glaubensgeboten anthropologische und politische Weiterungen entstehen. Im Falle des Islam sind hier zu nennen: Ablehnung des Individualismus aufgrund eines Unterwerfungsgebots unter den Willen Allahs, gesellschaftliche Diskriminierungen, Streben nach Dominanz und politischer Herrschaft. Der Islam ist eben, wie Literatur-Nobelpreisträger V.S. Naipaul sehr richtig betonte, „nicht einfach eine Frage des Bewußtseins oder des persönlichen Glaubens. Er stellt Herrschaftsansprüche.“

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Ein deutscher Pfarrer

Zur geistigen Auseinandersetzung mit dem Islam

Da die westliche Kultur neben anderen auch starke jüdisch-christliche Wurzeln hat, ist bei der heute gebotenen Auseinandersetzung mit dem Islam unbedingt der theologische Aspekt mit einzubeziehen. Das jüdisch-christliche  Gottes-, Welt- und Menschenbild ist nicht kompatibel mit dem des Islam. Einige wesentliche Hinweise seien genannt:

  1. Allah ist nach dem Koran und der Sunna der ferne Gott, der unendlich hoch über den Menschen steht und sich nicht persönlich an Menschen bindet wie der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs bzw. der Vater Jesu Christi, der in Jesus Mensch geworden ist. Die biblischen Bezeichnungen Gottes als „Vater“ und als „Liebe“ fehlen unter den 99 schönsten Namen Allahs.
  2. Das für die Bibel konstitutive Gottesbild der Trinität Gottes lehnt der Islam als polytheistisch ab, abgelehnt werden  auch das Kreuz und die Auferstehung Jesu Christi. Allah verflucht denjenigen, der dies glaubt. Jesus Christus ist nicht Gottes Sohn und Erlöser, sondern als Prophet nur ein Mensch, nur ein Vorgänger Mohammeds, der das „Siegel“ aller Propheten ist.
  3. Eine individuelle Heilsgewißheit wie in der Bibel gibt es für den Menschen im Islam nicht. Die Garantie einer Heilszusage würde die Souveränität Allahs einschränken. Nach Sure 19,71f schickt Allah sogar jeden, der an ihn glaubt, in die Hölle und nimmt nur den wieder heraus, der fromm war. Wer aber ist fromm genug? Zu Beginn aller Suren des Koran (außer der 9.Sure) wird Allah der „Erbarmer“ und „Barmherzige“ genannt. Eine Tat des Erbarmens und der Barmherzigkeit wie in der Bibel durch den Tod Jesu Christi gibt es aber nicht.
  4. Aufgrund der völlig konträren Gottesaussagen ist Allah nicht identisch mit dem Gott der Bibel. Allahs Selbstaussage als der listigste aller Listenschmiede (Sure 3,54) trifft nach der Bibel nur auf die Schlange zu (Sündenfall, Gen. 3,1). Da der Koran  Wort für Wort als von Allah inspiriert gilt (im Gegensatz zur Bibel, die nach islamischer Auffassung gefälscht ist), muß diese Selbstaussage Allahs als voll gültig angesehen werden.
  5. Der Mensch ist nach islamischer Auffassung nur Sklave Allahs (Islam: Unterwerfung, Kapitulation, woraus dann Frieden mit Allah erhofft wird). Er ist demnach nicht wie in der Bibel Gottes Ebenbild oder Gottes Kind , d.h. Gottes wichtigstes Geschöpf, ausgestattet mit Ehre und Herrlichkeit, nur wenig niedriger als Gott selbst (Psalm 8,6).
  6. Allah fordert strikte Unterwerfung unter seinen Willen. Das gilt für die gesamte Menschheit. Nach dem „Warum“ zu fragen, steht dem Menschen nicht zu. Das Gottesgesetz der Scharia regelt alle religiösen und weltlichen Angelegenheiten. Freiheit erlangt im islamischen Sinne nur der, der sich Allahs Gesetzen unterwirft. Die biblische Vorstellung vom autonomen Menschen, der sich freiwillig Gott zuwendet (Gleichnis vom verlorenen Sohn), ist dem Islam fremd.
  7. Der gesellschaftliche Status des Menschen definiert sich im Islam in drei Kategorien:
    • Mit vollen Rechten und voller Wertigkeit ausgestattet ist nur der freie muslimische Mann, der Frau kommt nur die halbe Wertigkeit zu.
    • Juden und Christen stehen als „Schriftbesitzer“ unter ihnen, und zwar in der Position der Dhimmis, d.h. Menschen zweiter Klasse. Im Koran und in der Sunna gibt es zahlreiche antijüdische und antichristliche Aussagen.
    • Ein „Nicht-Mensch“ der noch unter dem Vieh steht, ist der Polytheist und der Konvertit (Sure 8,20-22,55).


    Nach der Bibel bezieht sich die Gottesebenbildlichkeit des Menschen dagegen auf alle Menschen, gleicherweise auch auf Mann und auf Frau, wobei die Frau Gehilfin des Mannes ist, und der Mann Verantwortung für die Frau hat, die in der Ehe wahrzunehmen bis hin zum Einsatz des eigenen Lebens des Ehemannes führen kann (Eph. 5,25ff).

  8. Der Islam bevorzugt nicht das Individuum, sondern absoluten Vorrang hat das Kollektiv der Umma (weltweite islamische Gemeinschaft). Der einzelne ist über die Struktur der Familie fest in sie eingefügt, Väter, Brüder, Onkel usw. vertreten Allahs Autorität auf Erden. Unbedingter Gehorsam ihnen gegenüber ist gottgegeben. Die biblische Aussage:  „Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn.“ ( Eph, 6,4) ist islamischem Denken  fremd.
  9. Dem biblischen Auftrag  „Macht euch die Erde untertan.“ wird im Islam die  Verheißung  gegenübergestellt , die ganze Erde werde dem „ Haus des Islam“ unterworfen werden. Eine welt- und gesellschaftliche Kompetenz gesteht Allah dem Menschen nicht zu. Idealziel ist die islamische Theokratie. Die Aussage Jesu, Gott zu geben, was Gottes ist, und dem Kaiser, was des Kaisers ist (Matth. 22,21), ist im Islam undenkbar. Religion und Politik sind untrennbar verbunden.
  10. Im Bemühen auf dem Wege zur Weltherrschaft, die zu erreichen dem Moslem als Gebot Allahs aufgetragen ist (dschihad, heiliger Krieg, im Sinne von Eifer und Anstrengung und ebenso im Sinne des militärischen Kampfes), darf dieser in Zeiten der Bedrängnis für Allah lügen (arab: taqiya, Sure 16,106 u.a.), darf seine wahren Absichten übermächtigen Gegnern gegenüber verschleiern. Dem steht die Aussage Jesu in der Bibel entgegen, das Reich Gottes sei nicht von dieser Welt, zudem untersagen die Zehn Gebote und die Bergpredigt jede Lüge. Für die Erringung der Weltherrschaft darf der Moslem auch töten(Sure 8,17 u.a.). Den heiligen Krieg des Alten Testaments dagegen hat Jesus durch sein Wort aufgehoben: „Wer das Schwert nimmt, soll durch das Schwert umkommen.“ (Matth. 26,52)  Im Koran werden genau entgegengesetzt zur Bibel die Friedensverse der Mekka-Zeit  durch den Schwertvers Sure 9,5 aus  der späteren Medina-Zeit Mohammeds aufgehoben ( Prinzip der Abrogation, arab: naskh). Grundsätzlich gültig sind daher die Kriegsverse der Medina-Zeit, die Friedensverse der Frühzeit Mohammeds gebraucht man, solange der Islam noch schwach ist.

Fazit:

Der Islam ist eine strenge Gesetzesreligion , im Unterschied zum Christentum, das eine Gewissens- bzw. Erlösungsreligion ist. Eine Harmonisierung beider Religionen im Sinne einer „Abrahamitischen Ökumene“ ist nicht möglich.

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5 Antworten zu Unterschiede zwischen Christentum und Islam aus theologischer Sicht

  1. freeblogger schreibt:

    Heilige Kriege im AT? Das AT kennt keine Aufforderung zum Heiligen Krieg, wie der Islam. Wohl aber gibt es im AT religiöse Kriege.

    Leider fehlt dem Text auch eine Gegenüberstellung der Bibel und dem Koran als Buch. Ist die Bibel doch eine Textsammlung mit verschiedenster Art aus verschiedenen Epochen, mit unzähligen Verfassern und in mehren Sprachen verfasst. Der Koran hingegen ist ein wahre Monolog eines mumaßlichen Schriftstellers. Diesen Punkt erachte ich als sehr wichtig, denn es erklärt auch, warum die Bibel geradezu interpretiert werden muss. Es zeigt auch den historischen Wuchs und lässt den Islam als das erscheinen, was man heute gemeinhin als Sekte bezeichnet. Da kommt einer und erklärt das Alte als falsch, aber zum Glück weiß er es aber, was richtig und falsch ist.

    Aber sonst stimme ich dem Text zu, obwohl mir alles bekannt war. Schön, dass ein Theologe dies auch so sieht. Schlimm, dass er anonym bleiben muss.

  2. rom schreibt:

    Alles wahr was der Mann schreibt, und doch stimmen unsere Politiker jedem Moscheebau zu, beschränken die Meinungsfreiheit damit der Islam ja nicht beleidigt wird, erfinden absurde Anti-Diskriminierungsgesetze, die nur den Muslimen dienen und tun gegen die muslimische Masseneinwanderung nach Westeuropa rein gar nichts!

    Die beiden letzten Päpste haben sich bei den Muslimen für nichts und wieder nichts, entschuldigt, aber vom Islam denkt niemand daran sich zu entschuldigen für irgendetwas zB für die 800-jährige Besetzung der iberischen Halbinsel durch die muslimischen Mauren. Im Gegenteil, man verlangt sie sogar zurück!!

    Einige seriöse Studien sagen bereits für das Jahr 2050 eine muslimische Mehrheit in Westeuropa voraus!

    Schuld daran ist die Politik, und vor allem die EU, die sich offen auf die Seite des Islams in Europa stellt und hauptsächlich für die muslimische Massenimmigration verantwortlich ist..

    Zum Nachdenken: „…der Islam ist im Kern eine friedliche Religion……..“ CDU-Mann und Präsident des Eu-Parlaments Pöttering.rom

  3. patriotKlaus schreibt:

    nachdem ich den Film „Zeitgeist“ mehrmals in voller Länge gesehen habe, ist das Thema Religion für mich gestorben.

    Selbst habe ich das Gefühl die manipulierten Moslems des 21. Jahrhunderts handeln wir die durch Kirche und Religionen „geführten“ ahnungslosen Menschen des 11 / 12 Jahrhunderts in Europa.

    Nur das die Moslems nicht merken…wie sehr sie doch in die Irre geleitet werden. Manipulation ist halt das, was die Kirchenoberen seit jeh her beabsichtigen.

    hier ist der Verweis zum Zeitgeistfilm:

    http://infokrieg.tv/zeitgeist_deutsch.html

    Part 1 anschauen und staunen

  4. naman schreibt:

    Es gibt ein par Fehler hier:
    1. Das wichtigste Untershied is dass es im Islam keinen Moraldenken gibt – nur „was sagt die Kuran?“- und das heilige Buch ist mehrmals sehr unheilig: Stehlen, unterdrukkung, Mord, Krieg out Blut gefielt dem Gott sehr.
    2. Islam ist eine reine Kriegesreligion in das Kuran – mehr als 150 Ausforderungen oder Befehle Krieg zu machen.
    3. Die Kuran ist eine Buch das selbst Beveissen das etwas mit dem Religion fehl unt falsh ist: Mehr als 1ooo – ein tausand – Fehler (www.1000mistakes.com), mehr als 200 „contrasictions“ (entschuldigen Sie bitte – ich kenne das Deutche Wort nicht), mehr als 100 „abrogations“, usw.
    4. Und ein „Profet“ der nicht profetieren konnte = er war kein echter Profet. Es gibt keine profetirungen in die Kuran. (Er sagte etwas – nicht viel – dass spater stimte 50%, aber kein profetierungen) Muhammad hat auch NIE gesagt dass er profetieren konnte – er nur nutzte dem grosse Titel.

    http://www.1000mistakes.com

  5. Helmut Zott schreibt:

    Sowohl Gewaltandrohung als auch Gewaltanwendung sind im Wesen des Islam selbst begründet und stammen von Allah und seinem willigen Vollstrecker Mohammed. „Gegner des Tötens haben keinen Platz im Islam. Unser Prophet tötete mit seinen eigenen gesegneten Händen. Unser Imam Ali tötete an einem einzigen Tag über siebenhundert Personen. Ist Blutvergießen für den Bestand unseres Glaubens vonnöten, sind wir da, unsere Pflicht zu erfüllen“. Das meint jedenfalls Ayatollah Sadeq Khalkhali, der sich, allein durch die Ehrenbezeichnung „Ayatollah“, als ein hoher Geistlicher im schiitischen Islam ausweist. Verlässliche Islamexperten haben nicht weniger als 204 gegen Nicht-Muslime gerichtete Verse gezählt, die jedermann im Koran nachlesen kann. Als ein Beispiel für viele Stellen, an denen zur Ermordung Ungläubiger aufgefordert wird, sei der 89. Vers der 4. Sure angeführt, der in der Koranübersetzung von Max Henning lautet: „Sie (die Allah irregeführt hat) wünschen, dass ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, und dass ihr (ihnen) gleich seid. Nehmet aber keinen von ihnen zum Freund, ehe sie nicht auswandern in Allahs Weg. Und so sie den Rücken kehren, so ergreift sie und schlagt sie tot, wo immer ihr sie findet; und nehmt keinen von ihnen zum Freund oder Helfer…“, natürlich folgt nun „außer denen…“. Aber rechtfertigen diese Ausnahmen, dass man die anderen Ungläubigen tot schlägt? Müssen sich die Muslime hier verteidigen? Die ganze Schuld derer, die man ermorden soll, besteht darin, keine Muslime zu sein und auch nicht werden zu wollen. Sie besteht einzig und allein darin, eine andere Weltanschauung und Religionsauffassung zu haben. Der blinde Scheich Omar Abdel Rahman von der Al-Azhar Universität in Kairo hatte wohl den geistigen Durchblick, als er auf eine Studentenfrage nach der Friedfertigkeit im Koran vor fünfhundert Studenten im Jahre 1980 sagte: „Mein Bruder, es gibt eine ganze Sure, die „Die Kriegsbeute“ heißt. Es gibt keine Sure, die „Frieden“ heißt. Der Djihad und das Töten sind das Haupt des Islam, wenn man sie herausnimmt, dann enthauptet man den Islam.“ (Prof. Mark A. Gabriel: „Islam und Terrorismus“; S. 44). Hat etwa Omar Abdel Rahman, der sunnitische Gelehrte der Al-Azhar Universität den Koran nicht gekannt oder verkannt, oder vielleicht den Islam nicht verstanden? Es müssten allerdings viele bedeutende Geistliche des Islams, so auch Ali Hassani Khamenei, die Sache mit der Friedfertigkeit, wie sie uns ständig vorgetragen wird, gründlich missverstanden haben. Er ergänzt die Aussage über den Koran von Scheich Omar Abdel Rahman durch ein Bild des Gesandten Allahs mit den folgenden Worten: „Den Koran in der einen Hand, einen Säbel in der anderen: So führte unser Prophet seinen göttlichen Auftrag aus. Der Islam ist keine Religion für Duckmäuser, sondern Glaube derjenigen, die den Kampf und die Vergeltung schätzen“.

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