Archiv für März, 2009

Macht LIBERTAS Wahlmüde munter?

Declan Ganley will mit LIBERTAS die EU aufmischen

Die demokratische Legitimation der EU-Herrschaft(en) ist nicht nur institutionell höchst fragwürdig, auch die Wahlbeteiligung spricht eine deutliche Sprache: Obwohl Brüssel immer mehr Kompetenzen an sich reißt und die Bedeutung des Europäischen Parlaments seit 1979 zunimmt, ist die Wahlbeteiligung im Gleichschritt mit dieser Machtverlagerung von den Nationalstaaten zur EU-Politzentrale kontinuierlich zurückgegangen – im EU Durchschnitt von 63% (1979) auf jämmerliche 45.6% 2004, wobei die Deutschen als Hauptzahlmeister mit 43% noch unter dem Durchschnitt lagen. Mit anderen Worten: Jede Mehrheit ist eine angemaßte, weil sie durch 2,x geteilt werden muß. Sagte etwa eine 50%-Partei „Wir repräsentieren die Hälfte der Europäer“, so ist das eine Lüge. Sie repräsentiert weniger als ein Viertel.

Woran die Wahlmüdigkeit liegt, dürfte klar sein: Die Bürger resignieren zunehmend gegenüber einer über sie hinwegrollenden Entwicklung, der sie zu großen Teilen skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen, zumal sie gerade in zukunftsentscheidenden Fragen nicht gefragt werden. Und sprechen sie sich in einem Land, in welchem die Bürger doch noch abstimmen sollen  mehrheitlich gegen eine EU-Agenda aus (Irland), wird das Ergebnis ignoriert und zu einer Wahlwiederholung gerüstet – offenbar bis das Ergebnis den Herrschenden genehm ist. Soviel Chuzpe hat es in einer echten Demokratie noch nie gegeben.

Nun taucht aus Irland eine Partei auf, die in allen EU-Ländern Ableger bildet: Libertas, treibende Kraft bei der Ablehnung des sog. EU-“Reformvertrags“ durch die Iren. Seit einigen Tagen gibt es auch Libertas-Deutschland. [Nachtrag 31.3.: wg. Zuspätstart nicht genügend Unterstützerunterschriften bekommen, daher keine Wahlteilnahme in Deutschland möglich.]

Die Partei lehnt nicht die EU ab, sondern will eine demokratische EU, die nicht gegen die Bürger, sondern für und mit ihnen Politik macht (Focus-Interview mit LIBERTAS-Gründer Declan Ganley). Im Visier ist speziell der sog. Lissabon-Vertrag, der einen Riesenschritt weiter zur Entdemokratisierung der Europäischen Union bedeuten würde. Zur Zeit prüft das Bundesverfassungsgericht, ob die leichthändige Zustimmung der deutschen Volksvertreter ohne Befragung des Volkes überhaupt verfassungskonform war.

Was bei nationalen Wahlen ein aussichtsloses Unterfangen ist, nämlich mit einem Ein-Punkt-Programm zur Wahl anzutreten, könnte bei der anstehenden Europawahl ein großer Vorteil sein: Frei von dem Zwang, sich auf allen möglichen Gebieten ein Profil zuzulegen, wird gleich die Frage aller Fragen gestellt:

Ist dieses Brüsseler Bürokraten-Europa, beherrscht von einer Elite ohne wirkliche demokratische Legitimation, ohne klare Verantwortlichkeit, ohne Transparenz – ist dies das Europa, das wir wollen?

Zumindest jene Mehrheit von 54,4% Nichtwähler, die ihre Antwort durch Fernbleiben gab, könnte sich überlegen, ob sie mit einer Entscheidung für Libertas der Brüsseler Nomenklatura nicht einen kräftigen Schuß vor den Bug verpassen könnte.

3 Videos von der Wahlantritts-Pressekonferenz in Großbritannien.

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NIEDERLANDE: Geert Wilders’ „Partei für die Freiheit“ liegt vorn

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UPDATE 1. Juni 2007: Neueste Umfragen sehen Geert Wilders als Sieger der Europawahlen in den Niederlanden. mehr…

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Der dezidiert islamkritische Politiker Geert Wilders rollt die Niederlande Stück für Stück auf. Nach neuesten Umfragen wäre bei jetzt abgehaltenen Wahlen seine „Partei für die Freiheit“ mit 27 von 150 Sitzen stärkste Kraft im niederländischen Parlament. Um allerdings Ministerpräsident zu werden, wie er hofft, müßte er eine Koalition von 76 Sitzen zusammenbringen. Das erscheint derzeit unwahrscheinlich, da die selbsternannten „demokratischen“ Kräfte Wilders’ Fraktion mit einem urdemokratischen Cordon Sanitaire belegen. So sieht eben Volksdemokratie made in EUSSR aus: Andersdenkende ausgrenzen, ihre Meinung kriminalisieren, wegen islamkritischer Äußerungen die Reisefreiheit innerhalb (!) Europas einschränken und die Gerichte bemühen – oder gleich erschießen. Der niederländische Linksextremismus hat da ja eine gewisse Tradition (die Eidergans schützen und mißliebige, „rechte“ Politiker abknallen, s. Pim Fortuyn). Da die Niederlande aber auch eine Tradition der Toleranz haben, kann die Intoleranz der selbsternannten „Gut“menschen auch leichter als andernorts nach hinten losgehen. Wilders sollte daher gelassen auf Zeit spielen, statt auf baldige Wahlen zu schielen: Seine Gegner werden ihm die Wähler schon zutreiben, bis keiner mehr an der „Partei für die Freiheit“ vorbeikommt.

Genau darum geht es: Unsere Freiheit. Diese wurde unter hohem Blutzoll von Generationen unserer Vorfahren errungen. Daß dies jetzt alles auf dem Spiel steht, ist weniger dem Islam und den Muslimen anzulasten (die tun nur, was sie in gegebener Situation aufgrund ihrer Allah-Ideologie tun müssen), sondern den Quieslingen der Islamisierung in unseren eigenen Reihen. Deswegen sind auch Drohungen gegenüber den Muslimen fehl am Platz, weil sie sich an den falschen Adressaten richten. Die Hauptverantwortlichen sind Schäuble, Ströble und Consorten, denen der Wähler die rote Karte zeigen muß – erst dann wird sich etwas ändern.

Irgendwann wird auch in Deutschland die Zeit reif sein für einen fundamentalen Politikwechsel, für eine Partei, die noch unsere Freiheitsrechte verteidigt. Hier braucht das zwar alles etwas länger, könnte dann aber umso gründlicher ausfallen. Es hängt alles davon ab, wie lange sich eine funktionierende Demokratie noch halten kann. Wann wird eigentlich im Deutschen Bundestag der Dhimmi-Herde sog. „Volksvertreter“ – ein durchaus doppeldeutiger Begriff – Geert Wilders’ Film „Fitna“ vorgeführt? Im Unterschied zu Abgeordneten des US-Kongresses hat sich die älteste ununterbrochen existierende demokratische Institution, das englische Oberhaus, nicht getrauen dürfen, der Wahrheit ins Ausge zu schauen, weil ein Muslim-Lord seinem Gastland für diesen Fall mit Unruhen seiner Klientel gedroht hat. Soviel zur wehrhaften Demokratie.

fitna_movie2Aber wir haben ja noch eine teilintakte islamkritische Öffentlichkeit, so daß das Stimmvieh sich von dem Film  immerhin auf der islamkritischen Website „Politically Incorrect“ eine Meinung bilden kann.

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Und hier ein paar Ansprachen von Geert Wilders persönlich:

Kulturen sind nicht gleich:

Geert Wilders in Washington DC  Ende Februar 2009

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